Schreiben im Advent, 21. Dezember

Zeit für ein kleines Gedicht, für die wohl kürzeste Gedichtform der Welt: dem HAIKU. Das aus Japan stammende Gedicht besteht aus drei Zeilen, auf die sich im Deutschen 17 Silben wie folgt verteilen: Fünf Silben in der ersten Zeile, sieben in der zweiten und wieder fünf Silben in der dritten Zeile. Einen Reim gibt es im Haiku nicht. Traditionell zeichnet sich ein Haiku inhaltlich durch die Darstellung eines Alltagsgeschehen aus, das genau beobachtet und fokussiert auf ein Detail beschrieben wird. So verbleibt es immer im Gegenwärtigen. Beliebt sind auch die Natur-Haikus und hier wiederum die poetische Darstellung der Jahreszeiten. Gefühle hingegen finden kaum Platz in einem Haiku.

Heute wird es  -vielleicht- einen echten Wintertag geben! Kalt mit Sonne! Nimm dir Zeit für einen Spaziergang und stecke Papier und Stift ein. Sei aufmerksam für alles, was um dich herum passiert. Schaue, höre, rieche! Notiere deine Wahrnehmungen.

Schreibimpuls

Schreibe ein Haiku und greife dazu auf deine Notizen zurück.

Ein Beispiel: (von Basho)

Der alte Teich:

Ein Frosch springt hinein.

Oh! Das Geräusch des Wassers.

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