Schreibend dem Frühling begegnen Teil 2 (Zu zweit)

Besinnen wir uns in dieser Zeit auf das, was möglich ist. Dazu gehört z.B. ein Spaziergang zu zweit. Auch das Schreiben zu zweit ist möglich, entweder online oder zu Hause mit Abstand und Maske oder mit einem Test. Bei steigenden Temperaturen kann man auch draußen zu zweit schreiben!

Schreibimpuls 1

Von der Schriftstellerin Katharina Geiser stammt dieser wundervolle Satz: „Ich / rieche/ Brot & Mann /und habe/ Appetit/ auf einen Zusammenhang/.“

Verfahrt zu zweit: Jeder notiert diesen Satz auf einem Blatt Papier und schreibt darunter einen Satz, in dem ein Satzglied verändert wird, zur Sicherheit habe ich die zu verändernden Satzglieder markiert. (Z.B.: Ich rieche Brot&Mann und habe Appetit auf Kuchen) Tauscht nun eure Zettel aus und verändert den Satz eurer/eures Schreibpartnerin/Schreibpartners wie oben beschrieben. Tauscht weiter hin und her, so lange ihr mögt und habt dann Spaß am Vorlesen!

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Schreibimpuls 2

Auch Gedichte kann man zu zweit schreiben!

Das Renga (=verknüpftes Gedicht)ist ein japanisches Kettengedicht, das zu zweit geschrieben wird.

Eine/r schreibt drei Zeilen mit 5-7-5 Silben vor, den sogenannten Oberstollen. Dann wird weitergegeben und der/die zweite Dichter*In schreibt den Unterstollen mit 7 -7 Silben und den Titel, der aber unter das Gedicht gesetzt wird. Themen entlehnt das klassische Renga der Natur, den Jahreszeiten und der Liebe.

Einigt euch auf ein Thema und sammelt Ideen, indem ihr gemeinsam ein Cluster (s.u.) anfertigt. Wechselt euch dabei mit den Assoziationsketten ab.

Viel Spaß dabei!

Kurze Beschreibung der Methode

Das Verfahren (cluster: engl.= Büschel, Gruppe, Anhäufung) wurde Anfang der 80er Jahre von der deutschstämmigen Lehrerin Gabriele L. Rico in den USA als Lernmethode entwickelt. Sie versuchte damit, der Schreibmüdigkeit ihrer Schüler*Innen entgegenzuwirken. Das Cluster soll als kreative Arbeitstechnik der Ideenfindung und der Visualisierung von Gedanken dienen. Hierzu wird ein Schlüsselbegriff auf ein leeres Blatt Papier geschrieben und eingekreist. Nun schreibt man spontane Assoziationen um das Kernwort herum auf. Diese Assoziationen ergeben wieder neue Schlüsselbegriffe, die eingekreist und miteinander verbunden werden. Dieser Verbund wird als Assoziationskette bezeichnet. Jede neue Assoziationskette setzt immer beim Cluster-Kern an. Es entsteht eine netzartige Skizze aus Ideen, ausgelöst durch den ersten Schlüsselbegriff. So entsteht ein Cluster oder Gedankenschwarm. Aus diesem heraus kann nun ein Schreibanlass gefunden werden.

Beispiel: (Quelle:Wikipedia)

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