Schreibend dem Frühling begegnen (3)

Zitat des Tages:

Der Frühling zieht dem Winter die Schneedecke weg. (S.Wache)

Schreibimpuls 1:

Nimm auf einen Spaziergang Stift und Papier mit. Sei aufmerksam für alles, was auf den nahenden Frühling hinweist. Schaue, höre, rieche! Notiere stichpunktartig deine Wahrnehmungen.

Zeit für ein HAIKU, für die wohl kürzeste Gedichtform der Welt. Das aus Japan stammende Gedicht besteht aus drei Zeilen, auf die sich im Deutschen 17 Silben wie folgt verteilen: Fünf Silben in der ersten Zeile, sieben in der zweiten und wieder fünf Silben in der dritten Zeile. Einen Reim gibt es im Haiku nicht. Traditionell zeichnet sich ein Haiku inhaltlich durch die Darstellung eines Alltagsgeschehen aus, das genau beobachtet und fokussiert auf ein Detail beschrieben wird. So verbleibt es immer im Gegenwärtigen. Beliebt sind auch die Natur-Haikus und hier wiederum die poetische Darstellung der Jahreszeiten. Gefühle hingegen finden kaum Platz in einem Haiku.

Schreibimpuls 2:

Schreibe ein Haiku, indem du auf deine Notizen vom Spaziergang zurückgreifst.

Ein Beispiel:

Mit Fliederduft und

Kirschblüten nährt der Frühling

unsere Seelen.                                                                                                                         (Katharina Britzen)

Viel Spaß beim Silbenzählen! Haikus können süchtig machen…

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