Schreiben über den Tellerrand (5)

Station 5 : Asien/ Persische Dichtkunst: RUBAI

Heute machen wir Bekanntschaft mit persischer Dichtkunst, die bis ins 11. Jahrhundert reicht. Als Beispiel lernst du ein Rubai  kennen. Es besteht aus vier Zeilen und weist folgendes Reimschema auf: a-a-b-a. Es reimen sich also die erste, zweite und vierte Zeile, die dritte bleibt ungereimt. Ein Rubai kann auch aus mehreren Vierzeilern bestehen und enthält ursprünglich einen mystischen oder philosophischen Gedanken. Hier eine Nachdichtung des deutschen Orientalisten Friedrich Rosen:

Zum Meister ging ich einst – das war die Jugendzeit.

Dann hab ich mich der eigenen Meisterschaft gefreut.

Und wollt ihr wissen, was davon das Ende ist?

Den Staubgebor’nen hat wie Staub der Wind zerstreut     (Quelle:Wikipedia)

Schreibimpuls 5

Hast du einen oder mehrere Lieblings-Sinnsprüche? Nimm einen Sinnspruch als Grundlage für ein Rubai. Du kannst natürlich auch ohne diese Hilfe ein Rubai dichten. Es kann auch hilfreich sein, zunächst Reimwörter zu finden und dann die Zeilen „aufzufüllen“.

Viel Spaß beim Reimen und Dichten!

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